Bali

Am Donnerstag (27.02.) kamen wir auf der Trauminsel Bali an. Am Flughafen in Denpasar nahm uns ein junger Mann in Empfang, der an diesem Tage unser Guide seien sollte. Zusammen mit unserem gebuchten Fahrer wurden wir auf dem Weg zum Hotel auf eine Kaffeeplantage eingeladen. Dort zeigte man uns verschiedene Kaffe-, Kakao- und Teesorten, die dort angebaut werden.Am Ende der führung durften wir dann von allen Sorten eine kleine Tasse probieren. Dies waren rund 20 zum Teil leckere aber auch sehr ausgefallene Geschmacksrichtungen. Anschließend wurden wir dann zu unserem Hotel in Ubud gebracht, wo wir die nächsten 6 Tage verbringen sollten. Auch dort wurden wir wieder auf balinesische Art freundlich begrüßt und uns wurde unser sehr komfortabel ausgestattetes Zimmer gezeigt. Dies war weit besser als wir es uns jemals vorstellen konnten. Am Abend aßen wir in einem Restaurant zum günstigen Preis von 2€ p.P.. Für den nächsten Tag hatten wir ein Tour bei unserem Guide vom Vortag gebucht.

Der kommende Tag (28.02.) startete mit einer Tanzaufführung eines traditionellen balinesischen Tanzes. Dieser sollte bei lauter Glockenspielmusik den immerherrschenden Kampf zwischen Gut und Böse darstellen. Danach wurden uns die Künste der Holzschnitzerei und des Silberschmiedens gezeigt. Hierbei versuchten uns die Verkäufer natürlich jedes mal eines ihrer handgemachten Schmuckstücke zu verkaufen. Desweiteren besuchten wir einen Tempel in der Nähe von Ubud. Um diesen zu betreten mussten wir erst einmal ein Paar Gebetsröcke anziehen, damit wir die Ruhe des Tempels nicht stören würden. Nach einem kurzen Stopp an einem der Reisfelder Balis wurden wir von unserem Fahrer zu einem Restaurant gebracht, welches sich nachher als relativ teuer herausstellte. Schnell war uns klar dass wir hier auf Bali weniger für unser Essen bezahlen wollten. Am Nachmittag sahen wir uns dann den Monkey-Forest an, welcher direkt neben unserem Hotel lag. Hier kletterten und liefen viele wilde Affen herum, die ganz gerne auch mal die Touristen untersuchten oder auch versuchten diese (uns) zu beklauen. Da uns der ganze Tag zwar gut gefallen hatte, wir aber eher auf eigenen Beinen stehen wollten, beschlossen wir für die nächsten Tage erstmal keine Tour mehr zu buchen. Am Abend suchten wir dann zum Ausgleich für das relativ teure Mittagsessen nach einem Platz wo wir günstiger essen konnten. Hier bot sich ein kleines Restaurant in einem Hinterhof an. Dies sollte sich nachher noch als eine schlechte Idee herausstellen, jedoch genossen wir den Rest des Abends erst einmal in einer Bar mit Live-Band.

Wir in Gebetsrock vor dem Tempel

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Holzschnitzereien

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Der Tanz

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Die Affen im Monkey-Forest

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Am nächsten Tag hatten wir dann mit den Folgen des überaus günstigen Essen zu kämpfen. Wir verbrachten mit Magenkrämpfen den kompletten Tag im Bett und ernährten uns von Brühe und Tee.

Am Sonntag (02.03.) ging es uns zum Glück wieder ein bisschen besser, sodass wir auf den Tipp eines Hotelangestellten die Reisfelder, wenige Meter vom Zentrum der Stadt entfernt, anschauten. Dort freuten wir uns abseits von allen Touristen die unglaublich schönen Reisterrassen anzuschauen und konnten auch einige Farmer bei ihrer Arbeit beobachten. So unterhielten wir uns mit einigen Einheimischen und tranken vor der Kulisse eine der jungen Kokosnüsse.

Die Reisfelder der Stadt

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Für den nächsten Tag (03.03.) organisierten wir uns einen Fahrer. Dieser fuhr uns den ganzen Tag zu den Orten, wo wir hin wollten. So startete unser Trip an einem Wassertempel namens Pura Ulun Danu. DIeser liegt auf einem See direkt vor dem Vulkan Mt. Batur. Hier bot sich uns also ein atemberaubender Anblick. Leider waren wir dort nicht lange allein, so dass einige Zeit später viele Touristen den Tempel überliefen. Deswegen fuhren wir mit unserem Fahrer zu unserem nächsten Stopp, den Git Git Wasserfällen. Für wenig Geld bot uns ein Einheimischer an uns herumzuführen, doch wir bevorzugten es, die Umgebung mal wieder auf eigene Faust zu erkunden. Mittlerweile hatte es auch angefangen zu regnen, was in der Wet Season hier eigentlich nicht unüblich ist, jedoch hatten wir laut Fahrer bis jetzt ziemliches Glück mit dem Wetter. Nachdem wir die ersten zwei Wasserfälle gesehen hatten gab es ständig Abzweigungen und wir wussten keineswegs wohin die Wege führten. Wir gingen immer dem Rauschen des Wassers hinterher, sodass uns der Weg manchmal über einige Bambusbrücken führte. Nach einiger Zeit kamen wir dann wieder an der Hauptstraße an, leider noch ein paar Kilometer vom eigentlichen Start/Endpunkt enfernt. Also schlossen wir uns den Schulkindern an, die gerade nach Hause gingen und marschierten die Straße wieder hinauf. Ein „wenig“ durchnässt kamen wir dann wieder am Auto an. Der letzte Stopp für heute sollten die Reisterrassen von Jatiluhwih sein. Leider war es dort mittlerweile so stark am Regnen, dass wir nur kurz aus dem Auto gingen um einmal den Ausblick zu genießen und ein paar Fotos zu schießen. Danach ging es zurück zum Hotel und wir überlegten uns, den nächsten Tag wieder mit Wayan (unserem Fahrer) zu verbringen.

Der Ulun Dan Tempel

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Am nächsten Morgen (04.03.) ging es mal wieder sehr früh los. Wir wollten den noch aktiven Vulkan Mt. Batur zum Sonnenaufgang besteigen. Um 3 Uhr holte uns Wayan ab und ca. eine Stunde später starteten wir mit dem Aufstieg. Hierfür mussten wir einen Guide buchen, da seit ein paar Todesfällen der Staat nichts anderes mehr erlaubt. Auf dem Weg betete unserer Guide noch zu den Göttern des Berges, dass wir sicher dort oben ankommen sollten. Oben auf dem Aussichtspunkt machte er uns dann Frühstück (Bananensandwich und Ei). Um 6 Uhr ging dann die Sonne auf. Erneut ein unglaubliches Erlebnis, den Sonnenaufgang auf einem Berg zu verfolgen. Anschließend wurden uns noch die Krater der letzten Explosionen gezeigt und wir bekamen ein paar historische Informationen zum Vulkan. Nach dem gewohnt flotten Abstieg fuhren wir direkt weiter, denn wir hatten für heute noch den Marine & Safari – Park eingeplant. Dies ist Balis größter Zoo. Hier beeindruckten uns die sehr lustige „Animal Education Show“, bei der die trainierten Tiere zeigten was sie konnten. Ebenso imposant waren die hier heimischen weißen Tiger. Nach diesem sehr langen Tag freuten wir uns am Abend auf ein 3-Gänge-Menü, welches ein Geschenk des Hotels war.

Ein Schimpanse leutet die Show ein

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Einer der Tiger

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Der kommende Morgen (05.03.) war der letzte in Ubud. Gegen 12 Uhr wurden wir nach Kuta, der Haupttouristenstadt Balis, gefahren. Diese Stadt zeichnet sich durch das bunte Nachtleben und die vielen Einkaufsläden aus. Den Rest des Tages erkundeten wir die Stadt und machten einen kurzen Abstecher zum Strand. Am Abend gingen wir Dank einem Gutschein, welchen wir beim Schlendern durch die Straßen erhalten hatten, in die Sky-Bar. Ein vier-stöckiger Super-Club, in dem 8 Dancefloors und Bars untergebracht waren. Hier war das oberste Geschoss (wie der Name schon sagt) über den Dächern der Stadt. Im Erdgeschoss konnte man neben den Freigetränken und der guten Musikvielfalt auch noch eine Live-Band genießen. Auf dem kurzen Weg vom Club zum Hotel wurden uns dann mehr Drogen als Taxis angeboten.

Der Strand von Kuta

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Die nächsten Tage verliefen meist ähnlich. Tagsüber entspannten wir ein wenig im Hotelzimmer und schauten uns die Nebenstraßen der Stadt an. Abends feierten wir dann in der Sky-Bar, die uns aufgrund ihrer guten Angebote und der Location nah unseres Hotels sehr gut gefiel. Man kann sagen, dass sich in Kuta keine Attraktionen befinden, außer uns. Denn bei jedem kleinen Besuch in der Stadt oder am Strand kamen Gruppen von bis zu 20 Asiatinnen auf uns zu und verlangten alle einzeln Bilder mit uns zu machen. Diese Fotoshoots nahmen mehr Zeit in Anspruch als z.B. der eigentliche Strandbesuch. Der Strand und das Meer waren in Kuta selbst leider eine leichte Enttäuschung, da viel Müll beides verdreckte und auch einen Badegang unmöglich machte, da man dauerhaft mit Plastiktüten oder anderen Dingen in Kontakt war.

Am vorletzten Tag organisierten wir uns noch einmal einen Fahrer, der uns den Süden von Bali noch zeigen sollte. Zuerst ging es also zum Dreamland-Beach. Dieser machte seinem Namen für Surfer alle Ehre. Große und langgezogene Wellen brachen hier an der Südküste Balis. Der Strand an sich war auch super schön und auch komplett sauber. Schwimmen war hier zur Zeit leider verboten, deswegen gingen wir erstmal knietief in das Wasser. Als die erste Welle dann kam riss es einen dann fast von den Beinen. Die Strömung war so stark, dass niemand sich weiter rein traute und die Lifeguerds auch gut drauf achteten, dass niemand zu Schaden kommen kann. Natürlich hatten wir dabei einen riesen Spaß, von den Wellen immer wieder umgerissen zu werden, jedoch mussten wir dabei unsere Sachen am Strand im Auge behalten. Da die Wellen sich aber immer gute 2-3 Meter vorher auflösten, wiegten wir uns in Sicherheit. Doch dann kam eine extrem kräftige Welle und erreichte unsere Sachen. Zum Glück sprinteten einige der Badegäste gleich mit uns los und halfen uns unsere Klamotten inklusive Handys, Kameras und Geld vor dem Treiben ins Meer zu retten. Leider hatte das Wasser bis da hin schon alles erreicht. Wir mussten uns also daum kümmern unsere Kameras, Handys und Portemonnaies in der Sonne zu trocknen. Dies nahm einiges in Zeit in Anspruch, aber letztendlich waren alle unsere Geräte nachher wieder einsatzbereit und wir konnten uns auf den Weg zum Klippentempel Uluwatu machen. Der Anblick auf die riesigen Klippen, auf denen der Tempel stand, und die Wellen, die gegen diese klatschten, war gewaltig. Leider durfte man den Tempel, welcher durch seine Umgebung so bekannt geworden ist, nicht betreten. Unser letzter Halt des Tages war dann am Tempel Tanah Lot, an dem wir den Sonnenuntergang beobachten wollten. Anscheinend hatten zwar auch jede Menge andere Balinesen und Touristen den Plan, jedoch konnten wir einen super Ausblick auf den Sonnenuntergang über dem Meer erringen.

Ein Surfer am Dreamland-Beach

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Der Strand

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Sonnenuntergang am Tempel

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Am letzten Abend feierten wir dann wieder einmal in der Sky-Bar. Dieses Mal zelebrierten wir aber den Abschluss unseres so gelungenen Urlaubs und die Eindrücke, die wir hier gewonnen hatten. Trotz der eigentlich herrschenden Wet-Season hatten wir auf unserem gesamten Aufenthalt nur einen Regentag miterlebt und ansonsten bestes Wetter genossen. Einer unserer Fahrer begründete dies mit unserem anscheinend guten Karma, denn so viel Sonne sei schon relativ Selten zu der Saison.

Den 10.02. vertrödelten wir in den Straßen Kutas, bis wir dann abends zum Flughafen gebracht wurden. Völlig entspannt freuten wir uns auf das Wiedersehen mit Julius und Ronny in Neuseeland. Da wir seit Australien jedes Zeitgefühl verloren haben, ahnten wir noch nichts von dem bevorstehenden Problem.

Am 11.02. landeten wir dann in Brisbane am internationalen Flughafen. Leider hatten wir hier einen Aufenthalt von mehreren Stunden geplant, was aber für einen günstigeren Flug notwendig war. So warteten wir am Flughafen auf den Abend und darauf, dass wir endlich wieder in den Flieger gen Neuseeland steigen können. Zwei Stunden vor dem vermeintlichen Flug checkte Simon noch einmal alle Papiere, damit bei Ankunft in Christchurch das Abholen des Mietwagens reibungslos von Statten gehen konnte. Beim Kontrollieren der Daten fiel allerdings etwas merkwürdiges auf. Es könnte sein dass der Wagen für einen Tag zu spät gebucht war, da auf dem Papier „Abholung am 13.02.“ stand. Allerdings stellte sich dann nicht raus, dass das Auto falsch gebucht, sondern wir einen Tag zu früh in Brisbane waren. Wir fragten direkt im ansässigen Flight Centre nach, ob etwas mit unserer Buchung falsch gelaufen sei, jedoch hatten wir anscheinend voller Vorfreude auf Bali das richtige Datum genannt, aber am Ende das falsche Datum unterschrieben. So blieben uns weitere 24 Stunden am Flughafen von Brisbane zu überbrücken. Insgesamt warteten wir also auf unseren Weiterflug 36 Stunden. Nach einer Nacht auf Flughafenbänken und Fast-Food-Frühstück ging dann endlich unser Flug nach Auckland.

Anflug auf Neuseeland

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In Auckland kamen wir dann in den frühen Morgenstunden des 13.02. an. Hier erwarteten uns wieder 7 Stunden Aufenthalt bevor unser Flieger weiter nach Christchurch flog. Dort lief dann alles problemlos und wir nahmen mit unserem Mietwagen direkt einen anderen deutschen Backpacker mit zu seinem Hostel. Am Abend holten wir dann Julius und Ronny vom Flughafen ab und waren dann nach einem Monat getrennter Reise endlich wieder in der Vierergruppe vereint. Es gab so viele Erlebnisse auszutauschen, dass wir erst spät in der Nacht nach einer Unterkunft suchten, diese aber mit den Tipps eines anderen netten Backpackers schnell und ohne Probleme fanden.

Endlich wieder vereint

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