Viele alte Freunde, schwimmen im Aquarium – Ostküste

Samstag den 26.10. fuhren wir von Tennant Creek nach Mount Isa. Sonntag ging es dann direkt weiter von Mount Isa nach Townsville.  Da die Fahrt 10h dauerte, gingen wir danach direkt ins Bett. Das Wetter hier war schon deutlich angenehmer mit ca. 29 Grad und Küstenwind. Montag gönnten wir uns dann einen Tag Pause, bzw. wir räumten unser Auto auf, wuschen die Wäsche und organisierten uns neu, da wir nun quasi den dritten Part unserer Reise beginnen konnten: die Ostküste. Dienstag 29.10. widmeten wir der Planung unserer Reise an der Küste. Abends fuhren wir noch zu „The Strand“,  den Strand von Townsville. Dort trafen wir einen Angler, der ausversehen einen kleinen Hai geangelt hatte.

Mittwoch 30.10. fuhren wir 6h hoch in den Norden nach Mareeba, eine Stadt neben Cairns, die Backpacker anzieht, da es um die Stadt herum viele Farmen gibt. Dort trafen wir dann Julius (Walorski) und Ronny (Hansen) aus Telgte, welche mit uns zur Schule gegangen sind. Wir hatten uns einiges zu berichten und beschlossen dann, dass wir die Ostküste bis Brisbane zusammen bereisen könnten um so noch mehr Geld zu sparen.  Wie genau das alles funktionieren wird konnten wir leider noch nicht planen, da sowohl Julius und Ronny gerade nach Arbeit suchten, als auch wir. So hörten wir uns in Mareeba auch direkt ein bisschen nach Jobs um. Am nächsten Tag fuhren wir dann direkt mal zur größten Farm in der Umgebung und fragten dort nach Arbeit. Leider sagte man uns, wie auch auch die Leute im Jobcenter, dass die Saison erst in 2-3 Wochen losgeht und zurzeit noch keine Jobs zur Verfügung stehen. Allgemein hatten wir auch das Gefühl, dass die Jobsuche eher ein bisschen Glückssache ist und man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein muss.

Noch am selben Tag fuhren wir nach Cairns, denn dort wollten wir uns das Great Barrier Reef anschauen. Im Visitor Center gab man uns auch einige Informationen und Angebote zu dem Thema. Am Campingplatz gab es dann eine große Überraschung, direkt nach dem wir eingecheckt hatten hörten wir plötzlich ein „Hi Simon“. Als wir uns umdrehten waren dort die Kinder aus Coober Pedy, die es mittlerweile auch geschafft hatten das Outback zu verlassen. Den Rest des Tages verbrachten wir noch damit, mit den Kindern Gesellschaftspiele zu spielen, wobei die Regeln auf Englisch nicht immer ganz einfach zu verstehen sind.

Am nächsten Tag reiste die Familie leider ab und wir gönnten uns einen Tag Urlaub. Abends holte uns dann ein weiterer alter Freund ein. Da wir uns zum ersten Mal seit 1,5 Monaten richtig ausruhten, kam natürlich auch der Regen wieder, welcher am nächsten Tag auch noch dableiben sollte. Immerhin wurde es so ein bisschen kühler und wir konnten wieder etwas länger (bis halb 9) schlafen. Leider mussten wir auch feststellen, dass der Supermarkt unseres Vertrauens, der Woolworth, hier ein bisschen schlecht sortiert ist. Am 2. November machten wir uns dann auf ins Visitor Center um unsere Great Barrier Reef Tour zu buchen.

Da wir unseren Mietwagen am 9. November in Cairns abgeben müssen und voraussichtlich am 10.November mit Ronny und Julius aufbrechen werden die Ostküste zu bereisen, haben wir zurzeit quasi ein bisschen Urlaub. So verbrachten wir den Sonntag(3.11.) auf unserem Campingplatz, auf dem wir uns insgesamt sehr wohl fühlten. Abends rafften wir uns aber nochmal auf und wanderten ein bisschen  die Strandpromenade in Cairns entlang.

Montag (4.11.) wurde dann ein richtiger Highlighttag! Morgens mussten wir um schon um 6 Uhr aufstehen, damit wir pünktlich um 7:40 zum einchecken am Boot waren.  1,5h Bootsfahrt und wir waren am Outer Reef des Great Barrier Reefs. Wir hatten uns entschieden die etwas teurere Tour(ca. 30$ teurer) zum Outer Reef zu nehmen, da uns viele empfohlen hatten nicht das Inner Reef zu betouren, da dieses schon sehr zerstört sein soll. Nach kurzen Anleitungen bekamen wir unsere Schnorchelausrüstung und konnten ins Wasser. Der absolute Wahnsinn. Es war quasi wie Schwimmen in einem riesengroßen wunderschönen Aquarium. Korallen in allen möglichen Farben, ebenso wie ganz viele bunte Fische. Zum Glück hatten wir uns eine Unterwasserkamera geliehen, um so einige dieser erstaunlichen Augenblicke festzuhalten. Andre und Simon waren dann auch noch auf einem kurzen Intro Dive, wobei beide verschiedene Eindrücke mitnahmen. Zeitgleich war Daniel weiterhin am schnorcheln, wobei die Oberfläche des Reefs nur 50cm unter der Wasser Oberfläche war. Bevor es zum zweiten Schnorchelgang ging wurde Andre, wie das halbe Boot, leider auch Seekrank und verpasste so den zweiten Wassergang. Daniel und Simon machten sich währenddessen vergeblich auf die Suche nach Schildkröten. Auf dem Boot gab es natürlich auch Essen und die Crew war insgesamt sehr nett, was aber bei einem Preis von 190$ nur für das Schnorchel auch zu Erwarten war. Insgesamt muss man sagen, dass das Great Barrier Reef auf jeden Fall eins der Highlights unseres Australienaufenhaltes war. Daniel und Simon mussten abends aber noch feststellen, dass der zweite Schnorchelgang noch ordentlich Sonnenbrand mitgebracht hatte und das, obwohl man sich ordentlich eingecremt hatte.

Der folgende Tag hatten wir alle noch ein bisschen mit den Nachwirkungen des Reefs zu kämpfen und gönnten uns daher erneut einen Tag Pause. Abends begaben wir uns dann erneut an die Strandpromenade.

Am Mittwoch (6.11.)stellten wir unsere zweite Reiseroute endgültig fertig, bzw. hängt diese noch ein wenig davon ab, wie wir ab dem  9.11. (nach Abgabe des Mietwagens in Cairns) weiterreisen werden. Um wenigstens einmal am Tag den Campingplatz zu verlassen fuhren wir erneut abends zur Strandpromenade. Dort schauten wir einem „Feuerstraßenkünstler“  zu, der wirklich eine richtig gute Show bot.

Donnerstag (7.11.) nutzen wir dann noch einmal unseren Mietwagen aus. 300Km ging es nordwärts über Port Douglas zum Daintree National Park, welcher nur über eine Fähre zu erreichen ist. Unser Ziel war Cape Tribulation, der Ort an dem der Regenwald auf das Great Barrier Reef trifft. Auf dem Weg klapperten wir noch einen Lookout ab, von dem aus man genau sehen konnte wie der Regenwald direkt ins Meer hinein wächst. Über eine enge kurvenreiche Straße ging es dann durch den Regenwald schließlich zum Strand „Cape Tribulation“. Von einem Lookout aus erblickten wir den  Paradiesstrand. Das Einzige was uns daran hinderte die Postkartenmotive aufzunehmen waren die anderen Touristen. Da wir aber noch einen anderen Strand anfuhren konnten wir dort die Natur komplett ohne Menschen fotographieren. Zudem begaben wir uns auch noch auf einen Rainforestwalk, welcher einiges an interessanten Bäumen zu bieten hatte. Leider hatte unser Brot angefangen zu schimmeln, da es irgendwie von Innen Nass geworden war, sodass unser Mittagessen ausfiel und wir warten mussten, bis wir Abends am Campingplatz endlich kochen konnten.

Freitag (8.11)beschäftigten wir uns größtenteils damit uns auf das Weiterreisen fortzubereiten. Zudem mussten wir unser Auto nun endgültig ausräumen und säubern, da wir es einen Tag später abgeben mussten. Es fühlte sich so ein bisschen so an, als würde man sich bereit machen, um in den Flieger zu steigen, da wir nun unser erstes „Zuhause“ verlassen mussten. Weiter wuschen wir noch unsere Wäsche und packten unsere Rucksäcke. Abends fuhren wir noch mit 2 Deutschen Backpackerinnen zu Strandpromenade.

Samstag (9.11.) brachten wir morgen unser Auto zu Travellers Autobarn zurück. Die Übergabe klappte auch ohne Probleme und wir trafen witziger Weise auf einen Deutschen, der schon mit uns telefoniert hatte, als wir aufgrund des Wagenschiefstandes in Kennett River anrufen mussten. Später besuchten uns dann Ronny und Julius. Wir einigten uns ziemlich schnell, dass wir uns ab dem 10.11. zusammen in deren Auto die Ostküste runter begeben werden. Finanziell einigten wir uns alle Spritkosten durch 5 zu teilen, so dass wir 3/5 der Kosten tragen müssen.

IMG_4609Auto ausräumen nach dem Outback IMG_4621Hai-Angler in Townsville IMG_4645Die Rickards

347 SimonAndre AndreIMG_2621 DanielIMG_2639 Das Great Barrier ReefIMG_2668IMG_2678IMG_2731IMG_4657IMG_4661 Cairns bei NachtIMG_4702

Cape TribulationIMG_4703IMG_4730Regenwald bei Cape Tribulation

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3 Gedanken zu „Viele alte Freunde, schwimmen im Aquarium – Ostküste

  1. J.B.

    „Urlaub“ in Australien – kann mir wesentlich schlimmere Dinge
    vorstellen.^^
    Das Great Barrier Reef sieht wirklich genau so aus, wie man es sich vorstellt.
    Es ist nur eine Schande, dass das touristisch so ausgebeutet wird und die Folgen am Inner Reef offensichtlich ein unschönes Ausmaß angenommen haben.
    Dass ihr Julius und Ronny getroffen habt, ist auf dem riesen Kontinet schon unglaublich.
    Wünsche euch (fünf) weiterhin eine gute Reise und hoffe, ihr werdet Glück bei der Arbeitssuche haben😉

    Antwort

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