Lorne , Apollo Bay und stürmisches Wetter

Am Samstag den 28.9. hatten wir wieder nur durchschnittliches Wetter. Trotzdem begaben wir uns in Lorne ins Visitor Center. Von dort aus steuerten wir die 30m hohen Erskine Falls an. Nach kurzer Wanderung durch dichten Wald erreichten wir diese auch. Danach fuhren wir Richtung Teddys Lookout von dem wir eine gute Aussicht auf die kurvige Great Ocean Road hatten. Wieder am Campingplatz angekommen begaben wir uns in die Küche um uns etwas zu essen zu machen. Dort trafen wir auf zwei Australier, die dort gerade das Grand Final der Australian Football League schauten. Das Grand Final ist hier in Australien ein riesen Event und vergleichbar mit dem Superbowl in den USA, daher wunderten wir uns ein bisschen, dass dieses schon um 16 Uhr lief. Wir schauten uns daraufhin mit den Australiern das Finale an. Der eine Australier erzählte uns, dass er früher Radio und TV Synchronsprecher war.

Am  Sonntag (29.9.) verließen wir Lorne in Richtung Apollo Bay. Auf dem Weg machten wir einen Abstecher zu den Sheok Falls im Great Otway Nationalpark. Das Wetter war nun wieder besser und wir konnten endlich kurze Klamotten tragen. In Kennett River dachten wir, dass wir unsere erste Autopanne hatten. Jedoch stellte sich heraus, dass wir den Wagen lediglich schief geparkt hatten. In der kleinen Ortschaft Kennett River, die gleichzeitig am Kennett River liegt trafen wir auch zum ersten Mal wilde Koalas, die dort einfach in den Bäumen hingen. Wenn man genau hinguckte konnte man auch Koalas in den Bäumen an der Great Ocean Road erkennen. In Apollo Bay angekommen machten wir halt an einem Campingplatz mit direkter Lage an der Great Ocean Road. Der Campingplatz war sehr sauber und gefiel uns daher richtig gut. Vor allem die erste Nacht war Sternenklar und wir schliefen mit dem Meeresrauschen ein. Leider holte uns der Regen wieder ein und diesmal auch der Sturm. Montags erkundeten wir dann Apollo Bay mit dem Marriners Lookout, der eine hervorragende Sicht auf Apollo Bay bietet. Zudem erkundeten wir einen Abschnitt des Great Ocean Walks, welcher direkt von unserem Campingplatz aus begehbar ist. In der Nacht kam dann ein richtig starker Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h und Blitzen. Da wir glücklicherweise vorher das Wetter ausführlich studiert hatten, beschlossen Daniel und Simon im Auto zu schlafen, während Andre die Herausforderung suchte und im Zelt schlief. Am nächsten Morgen konnten wir feststellen, dass unsere Zelte halbwegs unversehrt überlebt hatten, ebenso wie Andre. Da unsere Bankkarten nun auf den Weg nach Apollo Bay waren, beschlossen wir hier einen Tag länger als geplant zu bleiben. So hatten wir am nächsten morgen auch genug Zeit zum ersten Mal die Wäsche zu waschen. Prompt wurden wir auch von zwei Australischen Familien zum Abendessen eingeladen. Den Tag verbrachten wir damit noch einmal uns auf den Great Ocean Walk zu begeben und unberührte Strände zu erkunden.  Beim Abendessen mit den Familien erhielten wir viele Insider Tipps und bekamen richtig gutes Essen. Allgemein scheinen hier die Australier alle sehr gastfreundlich zu sein.

Der Mittwoch (2.10.)startete einmal mehr im Regen. Im Visitor Center von Apollo Bay beriet uns eine ältere Frau, die vor ca. 50 Jahren aus dem Niederländisch Deutschen Grenzgebiet ausgewandert ist. So waren ihr Städte wie Münster und Osnabrück sehr bekannt. Mit besten Empfehlungen begaben wir uns dann auf den Maits Rest Rainforest Walk, einen Wanderweg quer durch den Regenwald. Leider sahen wir zwischendurch mehr Regen als Wald, sodass uns schnell die Lust verging weiteres an dem Tag zu unternehmen. Dennoch fuhren wir weiter zur Cape Otway Lightstation. Auf der Fahrt konnten wir weitere wilde Koalas in den Bäumen sehen. Leider waren die Wanderwege dort auch eher enttäuschend, sodass wir wieder zurück zum Campingplatz fuhren. Am nächsten morgen war das Wetter immerhin etwas besser und wir fuhren zum Otway Fly Treetop Walk, einen Wanderweg, der auf Brücken durch die Kronen der Bäume des Regenwaldes führte. Danach begaben wir uns noch auf eine zwei stündige Wanderung zu den Triplet Falls. Eigentlich hätte diese nur eine Stunde dauern sollen, doch da unser Mietwagen nicht auf unbefestigten Straßen fahren darf, mussten wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Abends schauten wir in der Küche noch die Australienpremiere der neunten Staffel von „How I Met Your Mother“ (auch bald in Deutschland).

Freitag (4.10.) erwachten wir im Sonnenschein, leider war dieser morgen auch der Tag der Abreise vom Campingplatz in Apollo Bay, der uns allen eigentlich sehr gut gefallen hat. Auf unserem Weg Richtung Port Campbell holten wir noch unsere Bankkarten, welche endlich in Apollo Bay angekommen waren, ab und besuchten noch den Melba Gully Wanderweg. Dieser Wanderweg ist eigentlich ähnlich wie der vom Maits Rest Rainforest, daher besuchen ihn auch viel weniger Touristen, was wir aber gerade als positiv empfanden, da dort alles etwas naturnaher und ruhiger war. In Port Campbell angekommen mussten wir feststellen, dass der einzige Laden im Dorf sehr teuer war und das, obwohl die Hauptattraktion der Great Ocean Road gleich nebenan ist und das Dorf mehr Touristen als Einwohner beherbergt. Nach kurzem Überlegen beschlossen wir 15min Autofahrt in Kauf zu nehmen, um ins Hinterland zu reisen. Das Dorf dort war zwar nicht größer, hatte aber dafür einen Supermarkt und wir staunten über die billigen Preise im Inland (750g Nutella für 5$ wäre wohl auch in Deutschland ein Schnäppchen), daher deckten wir uns erst einmal ordentlich mit unseren „Grundnahrungsmitteln“ Nudeln, Brot & Nutella ein. Wo wir hier gerade schon bei den Preisen sind: Ein Kasten Bier kostet hier im Angebot 44 Dollar und eine Flasche Wodka geht hier nicht unter 40 Dollar weg. Weiter war es mal interessant das Hinterland zu besichtigen, wobei wir schwören könnten, dass dort entweder alle miteinander verwandt sind oder zumindest jeder den anderen persönlich kennt. Zudem trafen wir am Campingplatz noch auf unsere besten Freunde, die schwarz-weißen Vögel und wie es der Zufall wollte, war genau auf unserer Campingstelle ein Baum mit einem Nest und somit Jungvögeln. Kurz bevor wir unsere Zelte aufbauen konnten, wurde Daniel dann noch von der Mutter eben dieser Jungvögel attackiert und konnte nur knapp einer Attacke entkommen. Daraufhin wechselten wir unsere Campingstelle.

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Erskine Falls

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Die Great Ocean Road von Teddys Lookout

 

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Wilder Koala in Kennett River

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Apollo Bay vom Marriners Lookout

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Einsamer Strand am Great Ocean Walk

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Am Great Ocean Walk

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Wäsche waschen…

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Otway Fly Treetop Walk

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Triplet Falls

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Melba Gully Rainforest

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packen…

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always remember…

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2 Gedanken zu „Lorne , Apollo Bay und stürmisches Wetter

  1. HG

    Wenn jetzt noch besseres Wetter wäre… Aber es scheint ja angenehmer zu werden. Aber Jungs, ist doch klar, dass da wo viele Touristen sind die Lebensmittelläden teurer sind als im Hinterland. Schließlich MUSS man als Tourist ja was kaufen 😉 Aber ist ja schön, dass es so viele Australier gibt, die sich euch annehmen.

    Wie teuer ist eigentlich Benzin bei euch? Und wenn wir euch was zuschicken sollen (Wodka, Bier) dann schreibt einfach ;D

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  2. J.B.

    Ich könnte mir vorstellen, spontane Einladungen von Einheimischen gehören zu den schönsten Momenten eines Work & Travellers.
    Die Vögel scheinen ja richtige Killer-Bestien zu sein. Vielleicht sind die verwandt mit denen aus dem entsprechenden Film.
    Falls euch mal das Geld ausgehen sollte, setzen wir „HGs“ Angebot im die Realität um, indem wir eine Luftbrücke einrichten, die das deutsche Reinheitsgebot im flüssigen Zustand zu euch bringt. Ihr eröffnet dann einen Laden, in dem ihr die Kiste für regulär 50$ und im Angebot 40$ anbietet. Die Australier werden euch die Bude einrennen.

    P.S.: Münster all over the world.

    Antwort

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